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Im 25. Jahr: Zeit für einen neuen Auftritt

Von der Idee zum roten Punkt – wie ich meinen Auftritt neu gedacht habe

Von Martin Loretz

Nach über zwei Jahrzehnten war es Zeit: Im 25. Jahr von loretznet.com habe ich den eigenen Auftritt erneuert. Ein ehrlicher Blick auf einen Marken-Refresh – Handwerk, Herkunft und KI.

Ich war mit meinem Logo, dem Auftritt und den Farben schon länger nicht mehr richtig zufrieden. Über die Zeit gab es ein paar Anläufe – doch die Idee war nie ganz reif, und so blieb am Ende jedes Mal alles beim Alten. Im Zuge der neuen Webseite habe ich die Umstellung dann Schritt für Schritt angegangen. Spätestens dort wurde es offensichtlich: Das alte Logo wirkte in der neuen Seite wie ein Fremdkörper. Und zu guter Letzt haben sich die Teile wie bei einem Puzzle zusammengefügt.

Der Zeitpunkt passte: loretznet.com besteht seit 2002 – ich stehe also im 25. Jahr. Ein Vierteljahrhundert Web- und App-Projekte, gewachsene Kundenbeziehungen, viel Handwerk. Und ein Auftritt, der – ehrlich gesagt – in die Jahre gekommen war.

 

Der richtige Anlass: das 25. Jahr

Ein rundes Jahr ist ein guter Grund, innezuhalten. Nicht um Bilanz zu ziehen und sich zurückzulehnen, sondern um mit neuem Blick nach vorne zu schauen. Das 25. Jahr war für mich dieser Moment. Kein Bruch mit dem, was war – ich bin dieselbe Einzelfirma mit derselben persönlichen Betreuung wie am ersten Tag. Aber ein bewusster Schnitt beim Erscheinungsbild.

Ich wollte einen Auftritt, der drei Dinge gleichzeitig kann: die Erfahrung aus über zwei Jahrzehnten spürbar machen, die heutige Arbeitsweise mit modernster Technologie widerspiegeln – und trotzdem bodenständig bleiben. Bodenständig weil ich es bin und weil meine Wurzeln hier in der Surselva liegen.

 

Was sich verändert hat

Die Wortmarke habe ich bewusst nicht neu erfunden. Dass „loretz" satt und ruhig steht und „net.com" leichter dahinter zurücktritt, war im Grundgedanken schon vorher da – das Wesentliche zuerst. Diesen Gedanken habe ich geschärft und ihm etwas Eigenes hinzugefügt: einen einzigen, klaren Akzent. Neu sitzt ein kleines rotes Quadrat auf dem Punkt der Domain. Und dieses Zeichen bringt eine kleine Pointe mit:

Viele suchen ein Leben lang den roten Faden. Wir haben ihn gefunden – und den roten Punkt gesetzt.

Genau das ist das Quadrat: dieser rote Punkt. Ein Detail, das sich vom Logo über die Aufzählungszeichen bis zur Visitenkarte durchzieht und alles zusammenhält – der rote Faden, sichtbar gemacht.

Dazu kam eine neue Schrift – eine geometrische, klare Sans-Serif, die auf jedem Bildschirm gut aussieht, und eine ruhige Farbwelt aus Navy und Blau mit ebendiesem roten Akzent. Auch das Titelbild der Startseite ist neu: ein Bergpanorama, über das sich eine feine digitale Linie legt. Herkunft und Technik in einem Bild – die Surselva trifft auf das, was ich heute tue.

Und weil ein Auftritt mehr ist als eine Webseite, habe ich gleich das ganze System mitgedacht: Favicon, Seiten-Header, Visitenkarten, Office-Vorlagen. Nicht als Sammlung einzelner Dateien, sondern als zusammenhängendes Design-System, in dem Farben, Schrift und Formen aufeinander abgestimmt sind.

  
 

Herkunft trifft Technik

Was mir dabei wichtig war: Der neue Auftritt sollte nicht beliebig wirken, nicht wie eine austauschbare Startup-Vorlage. Deshalb der regionale Bezug im Bild und die reduzierte, handwerkliche Klarheit im Rest. Ein kleines Studio aus dem Bündnerland, das grosse Technologie beherrscht – das ist die Geschichte, die der Auftritt heute erzählen soll.

 

KI als Werkzeug, nicht als Autopilot

Natürlich war KI auch bei diesem Projekt mein Sparringspartner. Sie half mir, in kurzer Zeit viele Richtungen durchzuspielen – Schriftzüge, Icon-Ideen, Farbkombinationen, Layouts. Was früher Wochen an Abstimmung gekostet hätte, liess sich in einem fokussierten Dialog erkunden.

Aber – und das ist mir wichtig – die Entscheidungen habe ich getroffen. KI erweitert den Horizont, sie liefert Varianten und stellt Fragen, auf die man selbst nicht gekommen wäre. Sie ersetzt aber nicht das Urteil, den Geschmack und das Gespür dafür, was zu einem passt. Genau diese Kombination – schnelles Ausprobieren und bewusstes Entscheiden – ist für mich der Kern guter Gestaltung mit modernen Werkzeugen. Und es ist genau die Arbeitsweise, die ich auch für meine Kunden lebe.

 

Was bleibt

Am Ende ist ein Marken-Refresh keine Frage der Eitelkeit, sondern der Ehrlichkeit. Ein Auftritt soll zeigen, wer man heute ist – nicht, wer man vor zwanzig Jahren war. Das Neue betrifft die Oberfläche: Logo, Schrift, Farben, Bilder. Das Bewährte bleibt: die persönliche Betreuung, die Verlässlichkeit, das Handwerk und das Vertrauen, das über die Jahre gewachsen ist. Was ein zeitgemässes Webdesign für Ihren eigenen Auftritt bedeuten kann, zeige ich auf meiner Webdesign-Seite.

Ich freue mich, mit diesem frischen Auftritt in die nächsten Jahre zu gehen. Mit bewährten Kunden, die mir seit Langem vertrauen – und mit neuen Projekten, die zeigen, was heute möglich ist.

 

Ist Ihr Auftritt auch ein wenig in die Jahre gekommen?

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